Bereich Herbolzheim: Serie von Scheunenbränden – 20-jähriger dringend Tatverdächtiger festgenommen – Auszug der Pressekonferenz

In einer gemeinsamen Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Freiburg und des Polizeipräsidiums Freiburg am Mittwoch, 31. Juli 2019, 11.00 Uhr, verkündeten vom Sprecherpodium aus der stellvertretende Leiter der Staatsanwaltschaft Freiburg, Oberstaatsanwalt Michael Mächtel, der stellvertretende Leiter des Polizeipräsidiums Freiburg, Polizeivizepräsident Matthias Zeiser und der Leiter der Ermittlungsgruppe Scheune, Kriminaloberrat Nico Schuster, folgende wesentlichen Punkte zum aktuellen Sachstand der Ermittlungen zur Serie von Brandstiftungen an landwirtschaftlichen Gebäuden in Herbolzheim und Umgebung:

Am 29. Juli 2019 konnte ein junger Mann festgenommen werden, der im dringenden Tatverdacht steht, die seit Mitte Mai 2019 vorsätzlich begangenen Brandstiftungen an landwirtschaftlichen Gebäuden in Herbolzheim und Umgebung begangen zu haben. Bei dem Festgenommenen
handelt es sich um einen 20-jährigen deutschen Staatsangehörigen, gebürtig und wohnhaft in Herbolzheim.

Der junge Mann war aktives Mitglied in der örtlichen Feuerwehr. Ihm werden vollendete Brandstiftung in acht Fällen sowie eine versuchte Brandstiftung zur Last gelegt. Im Rahmen von Löscharbeiten war ein Feuerwehrmann leicht verletzt worden.
Der Sachschaden an Gebäuden, Fahrzeugen, landwirtschaftlichen Geräten und Inventar wird auf über eine Million Euro geschätzt. Der dringend Tatverdächtige wurde am 30. Juli auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg der Haftrichterin vorgeführt.
Diese ordnete Untersuchungshaft an, worauf er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde.

Die aus 29 Mitarbeitern bestehende Ermittlungsgruppe „Scheune“ hatte insgesamt etwa 400 Hinweise erhalten, viele davon aus der Bevölkerung, und mit offenen und teils verdeckten Maßnahmen ermittelt. Auch auf den Festgenommenen
waren Hinweise eingegangen. Bei seiner verantwortlichen Vernehmung legte der 20-Jährige ein umfassendes Geständnis zu den ihm vorgeworfenen Taten ab. Zu seinem Motiv gibt es aktuell noch keine schlüssigen Erkenntnisse.
Ein Tatzusammenhang zu vier Pkw-Bränden im Juni 2019 im Landkreis Emmendingen und zu derseit etwa zwei Jahren anhaltenden Pkw-Brandserie im benachbarten Ortenaukreis ist nicht erkennbar.

Einen Auszug der Pressekonferenz können sie auf unserer Facebookseite als Video sehen:
https://t.co/fQ6oy0MjTX?amp=1

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