Wilde Verfolgungsfahrt durch drei Länder

Flüchtender Autofahrer in Frankreich gestellt – beispielhafte Gemeinschaftsaktion deutscher und französischer Polizei

Beispielhaft funktioniert hat in der Nacht zum Donnerstag die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der französischen Polizei. Dabei konnte ein flüchtender Autofahrer gestellt und festgenommen werden. Das Ganze begann kurz nach Mitternacht in Lörrach.

Dort fiel einer Streife ein auffällig fahrendes Auto auf, worauf dem Fahrer Haltezeichen gegeben wurden. Er reagierte nicht darauf, sondern gab Gas und flüchtete. Die Streife nahm die Verfolgung auf und forderte Unterstützung an. Die halsbrecherische Flucht führte zunächst durch Stetten in Richtung Schweizer Grenze, weiter über die „Zollfreie“ (Schweizer Hoheitsgebiet) und wieder zurück auf deutsches Hoheitsgebiet. In Weil am Rhein durchbrach das Fluchtauto eine rasch errichtete Straßensperre und raste weiter in Richtung Frankreich. Das Lagezentrum des Polizeipräsidiums Freiburg informierte daraufhin die französischen Kollegen, die sich umgehend an der Fahndung beteiligten und die Nacheile ihrer deutschen Kollegen über die Grenze gestatteten. In Frankreich setzte sich die wilde Flucht fort und führte über enge Straßen, Rad- und Fußwege und Unterführungen. Letztlich verfuhr sich der Flüchtende und blieb in einem Acker stecken. Die Polizisten nutzen die Gelegenheit und nahmen die vier Insassen vorläufig fest. Eine Frau war leicht verletzt und wurde zur Untersuchung in ein französisches Krankenhaus gebracht. Die folgenden Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer unter Drogeneinwirkung stand und am Auto gestohlene Kennzeichen angebracht waren. Des Weiteren ergaben sich Anhaltspunkte für weitere Straftaten. Aufgrund der Gesamtumstände wurden die Festgenommen und das Fluchtauto noch in der Nacht nach Deutschland überstellt. Die Ermittlungen dauern an.

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